Es war einmal ein Amt.
Dieses Amt ist für seine Schusseligkeit bundesweit bekannt.
In diesem Amt arbeiten scheinbar Unterbelichtete (zumindest hier im Städtchen) denn anders ist folgende Geschichte nicht zu erklären.
Es war einmal ein Ritter. Dieser Ritter war einige Monate von seinem Rittersein befreit. Dies geschah natürlich nicht freiwillig, aber leider gab es keinen Adeligen, der einen Ritter bräuchte.
Im Frühjahr Anno dazumal wurde er von einem Adeligen bekniet, er möge doch wieder als Ritter arbeiten, noch dazu bei ihm. Er zahlte dem Ritter einen anständigen Lohn für seine Mühen.
Der Ritter war glücklich, denn der vorherige Zustand belastete ihn sehr.
Nun war es so, dass er für die kurze Zeit der Ritterlosigkeit vom Volke ein paar wenige Taler bekam, um sich etwas zum Essen zu kaufen. Diese brauchte er nicht mehr, also ritt er auf seinem Pferd zum Volksvorsteher und teilte ihm mit, dass er bei einem Adeligen seinen Dienst antreten könne. Der Volksvertreter notierte sich alle Informationen auf seiner Schriftrolle und ward nie wieder gesehen.
Der Adelige konnte es kaum erwarten den Ritter für seine Dienste zu beanspruchen, so beeilte sich der Ritter und war seelig.
2 Monate später erhielt der Ritter eine Schriftrolle von einem anderen Volksvertreter, in der mitgeteilt wurde, die zuviel erhaltenen Taler wieder zurückzuzahlen, was dieser anstandslos auf einen Schlag erledigte.
Der Ritter lebte glückliche Monate lang als Ritter, bis wieder, nun 7 Monate später, eine Schriftrolle kam.
In dieser stand von einem anderen Volksvertreter geschrieben, dass er vergessen hatte dem ersten Volksvertreter mitzuteilen, das er wieder im Dienste eines Adeligen stehen würde und dies nun hart bestraft werden könne, wenn er dazu nichts zu sagen hätte.
Die Frau des Ritters wurde sehr böse, denn sie wusste, dass ihr Ritter alles getan hatte um Recht und Ordnung walten zu lassen. Sie half ihm sogar dabei, da er wegen seines Dienstes wenig Zeit hatte.
Sie schrieb eine Schriftrolle an den Volksvertreter und schickte diese mit einem persönlichen Kurier.
Prompt kam eine Schriftrolle zurück, dass von einer harten Strafe abgesehen wurde, aber eine Verwarnung ausgesprochen werde. Nun, damit konnten sie leben.
Dachten sie.
Einen Monat später kam wieder eine Schriftrolle. Diesmal stand geschrieben, dass sich der Ritter wegen der versäumten Mitteilung äußern solle (??? das hat er längst per persönlichem Kurier getan, siehe oben) und gefälligst die zu unrecht erhaltenen Taler zurück geben solle (??? die hatte er bereits vor *rechne* 6 Monaten beglichen). Es war nun schon fast ein Jahr vergangen, seit die erste Schriftrolle bei den Rittersleuten einflatterte.
Nun wurde die Rittersfrau richtig böse und es zogen dunkle Wolken über ihrem Horizont auf. Sie verfasste eine ordentlich gepfefferte Schriftrolle in der sie nun nochmal und wieder alles belegte was von Nöten war, vergaß auch nicht hinzuzufügen, dass sie sich, wenn es nun weiter solch ungerechtfertigte Schriftrollen hagelte, eine riesen Beschwerde beim König einreichen werde, und pfiff einen persönlichen Kurier herbei, der dem Volksvertreter diese überbringen solle.
Der Kurier legte schon die Ohren an, solch eine Angst bekam er beim Anblick der dunklen Wolken.
Bis zum heutigen Tage ist keine weitere Schriftrolle beim Ritter und seiner Frau eingetroffen. Vielleicht ist die Angst vorm König sehr groß.....
*aaaargh*
AntwortenLöschenDa schwillt einem ja der Kamm beim Lesen!
Ich hoffe, Adelshausen bleibt weiterhin stumm und der Ritter möge nie wieder auf die Adligen angewiesen sein.